broken Link

Wie repariere ich kaputte Links?

Wer für seine Website ein Backlinkprofil erstellt, wird früher oder später mit kaputten Links (Broken Links) zu tun haben. Dann heißt es, derartige Links schnellstmöglich zu reparieren bzw. korrigieren. Andernfalls kann das negative Folgen für die Rankings und Sichtbarkeit einer Website haben.

In diesem Beitrag erfährst Du alles Wichtige zum Thema Broken Links und wie Du sie richtig reparierst.

Bei Broken Links handelt es sich um Verlinkungen einer Website auf eine andere, deren Ziel nicht mehr erreichbar ist.

Befinden sich Nutzer auf einer Website und klicken auf einen Link, werden sie anschließend auf eine neue Domain/Unterseite oder auf eine Datei (z.B. als Download) weitergeleitet. Ist von einem Broken Link die Rede, existiert die verlinkte Seite oder Datei nicht mehr.

Klicken Nutzer nun vermehrt auf Links Deiner Seite und werden ins Leere geführt bzw. erhalten Fehlermeldungen (404/401), leidet die Benutzerfreundlichkeit darunter. Das hat gleichzeitig eine negative Nutzererfahrung als Folge und wird dementsprechend von Suchmaschinen abgewertet.

Die mögliche Folge: Deine hart erarbeiteten Rankings in den SERPs können leicht oder rapide sinken. Aus diesem Grund solltest Du Dir in regelmäßigen Abständen in deiner To-Do-Liste notieren, Broken Links ausfindig zu machen und zu korrigieren.

Taucht hin und wieder ein oder einige wenige Broken Links auf, ist das vollkommen natürlich. Wer ein Backlinkprofil mit mehreren oder gar tausenden Links hat, wird um Broken Links nicht herumkommen und immer wieder welche entdecken. Schießen die defekten Links hingegen in die Höhe, ist Vorsicht geboten.

Dennoch solltest Du auch bei wenigen Broken Links ständig fleißig sein und sie beseitigen. Denn das wirkt sich positiv auf Dein vollständiges Backlinkprofil mitsamt Link Juice und TrustRank aus.

Es gibt vielerlei Gründe, wie interne und externe Broken Links entstehen können. Im Folgenden nennen wir dir bekannte Beispiele, wie es zu derartigen beschädigten Links kommen kann:

  • Umzug einer Domain: Ein Domainumzug kommt vor, um Projekte auf einer neuen Domain aufzusetzen. Wichtig ist im Zuge eines Domainumzuges, interne Links nachträglich anzupassen und ggf. Weiterleitungen (301) einzurichten. Das gilt auch für externe Links. Andernfalls führen bisherige Verlinkungen ins Leere und zählen als Broken.
  • Änderung der URL-Struktur: Ähnlich läuft es, wenn ein bestehendes Projekt geändert wurde und es beispielsweise einen Relaunch gab. Hiervon ist häufig die interne Verlinkung betroffen, die anschließend Fehler aufweist oder vollständig vergessen wurde.
  • Falsche Domainendungen und Syntaxfehler: Wichtig ist beim Setzen eines Linkes, dass er exakt übereinstimmt. Bereits kleinste Abweichungen wie ein Zahlendreher oder falsche Endungen sorgen dafür, dass ein Link nicht mehr funktioniert. Auch Dateiendungen müssen richtig umgesetzt werden. Endet eine Webdatei zum Beispiel anstatt mit .php plötzlich mit .html, sind alle Verlinkungen darauf fehlerhaft.
  • Falsche Umleitungen: Im Webmaster- und SEO-Alltag kommt es nicht selten vor, dass URLs geändert oder Seiten gelöscht/gebündelt werden. In diesem Falle werden Weiterleitungen verwendet, um Nutzer nicht zu verwirren und den gewünschten Content anzuzeigen. Doch auch bei der Einrichtung von Weiterleitungen solltest Du Dich vergewissern, dass sie wirklich funktionieren und es zu keiner Fehlermeldung kommt.
  • Gelöschte Dateien: Auch gelöschte Dateien auf dem Server sind Klassiker für Broken Links. Werden die dazugehörigen Links auf die gelöschte Datei nicht entfernt, führt das zu Fehlermeldungen.
  • Umbenannte Dateien: Auch wenn Du bestehende Dateien auf Deinem Server verlinkst und den Dateiname änderst, sind sie nicht mehr erreichbar. Auch in diesem Falle handelt es sich um einen Broken Link.

Wie bereits erwähnt, haben Broken Links einen negativen Einfluss auf die User Experience (Nutzererfahrung) und Besucher sehen nicht den gewünschten Inhalt, den sie sich eigentlich erhofften. Gleichzeitig leidet die Benutzerfreundlichkeit darunter. Im Folgenden gehen wir nun noch ein wenig tiefer ins Detail.

Ein Klick auf einen Broken Link sorgt dafür, dass Besucher Deiner Website auf eine 404-Fehlermeldung stoßen. Die beiden oben genannten Folgen schlechte Nutzererfahrung und Benutzerfreundlichkeit können dafür sorgen, dass Du höhere Absprungraten bekommst. Gleichzeitig kann sich das negativ auf die Verweildauer auswirken, da sie sinkt.

Suchmaschinen wie Google oder Bing sind dazu in der Lage, derartige Reaktionen wie höhere Absprungraten und kürzere Besuchszeiten zu erkennen. Demzufolge könnte es sich hierbei um eine eher weniger gut gepflegte Seite handeln. Sie ist für Nutzer, die über die Suchmaske nach bestimmten Inhalten suchen also nicht attraktiv genug und wird dementsprechend mit schlechteren Rankings bestraft.

Folglich fällst Du in den SERPs (Suchmaschinenergebnissen) zurück. Das sorgt mit großer Wahrscheinlichkeit dafür, dass Dein Traffic zurückgeht.

Doch es geht auch anders. Denn Suchmaschinen senden regelmäßig ihre Crawler auf Patrouille, die im Internet nach dem rechten schauen. Und sie sind ebenfalls dazu in der Lage, Verlinkungen zu überprüfen und Fehler zu erkennen. Häufen sich die Broken Links, kann das negative Folgen für das Crawling und letztendlich für die Indexierung deiner Website haben.

Mit praktischen Broken Link Tools lässt Du vollautomatisch nach defekten Links suchen. Sobald ein regelmäßiger oder manueller Scan erledigt ist, erhältst Du auf einer Ergebnisseite die entsprechenden Broken Links. Dies hat natürlich auch seinen Preis, bei größeren Webseiten kann es sich aber lohnen.

Im Folgenden stellen wir dir 3 praktische Tools vor, mit denen Du Broken Links findest und beseitigst:

  • Sistrix: Die in der SEO-Szene bekannte Sistrix Toolbox bietet ein praktisches „Defekte Links-Feature“ an, was auf Wunsch sofort eine Überprüfung Deiner Verlinkungen durchführt. Ist der Scan vollständig abgeschlossen, kannst Du die Ergebnisse mittels Filter sortieren. Zusätzlich kannst Du alle gefundenen Daten herunterladen und mit anderen Personen teilen. Die Toolbox zeigt Dir detailliert, um welche Links und URLs es sich dabei handelt.
  • Ryte: Auch Ryte ist ein bekannter SEO-Toolbox Anbieter und hat in seinem „Website Success Modul“ ein Link-Tool integriert. Alle Status Codes werden dir als Gruppe und einzeln aufgeführt angezeigt. Dabei solltest Du in erster Linie auf die 4xxer achten, da sie für Broken Links stehen. Des Weiteren kannst Du auch hier mittels Filter hausfinden, ob es sich bei den fehlerhaften Elementen um interne oder externe Broken Links handelt und sie anschließend nacheinander beheben.
  • SEMRush: Zu guter Letzt ist noch SEMRush erwähnenswert. Hierin fügst du Dein Website-Projekt hinzu und lässt ein vollständiges SEO-Audit erstellen. In dem Bericht, der dir nach kürzester Zeit zur Verfügung steht, sind alle defekten Links aufgeführt. Anschließend kannst Du Dich an die Arbeit machen und alle Broken Links reparieren.
externe Links

Hast Du mittels manueller Suche oder mit einem SEO-Tool externe Broken Links ausfindig gemacht, geht es nun um deren Reparatur. Ist von einem externen Broken Link die Rede, handelt es sich um einen ausgehenden Link zu einer Datei oder einem Dokument, bei dem du eine Fehlermeldung erhältst.

Jetzt hast Du folgende Möglichkeiten:

  • Ist die ursprünglich verlinkte Zielseite überhaupt nicht mehr erreichbar und existiert nicht, kannst Du Dich nach einer alternativen Seite umschauen. Wichtig ist dabei, dass Du die Relevanz berücksichtigst und Content verlinkst, der zu Deinem Inhalt passt und Sinn macht. Das kann zum Beispiel ein alternativer Blogbeitrag oder ein Video sein.
  • Alternativ kannst Du den Broken Link vollständig entfernen, sodass an dieser Stelle nur noch der reine Text zu sehen ist.

Ähnlich verhält es sich mit internen Links. Funktioniert hier ein Link nicht mehr und gibt eine Fehlermeldung aus, versuche auf einen alternativen Inhalt zu verlinken, der themenrelevant ist und passt. Findest Du hierfür keinerlei passende interne Inhalte, kannst Du den Link auch vollständig entfernen. Anschließend ist an dieser Stelle nur noch der reine Text zu sehen.

In den letzten Absätzen hast du erfahren was Du tun kannst, wenn Links, die auf Deiner Website extern oder intern verlinken, defekt sind. Doch was ist eigentlich, wenn andere Domains falsch auf Deine eigene Website verlinken und dadurch Fehlermeldungen entstehen? Auch das kommt nicht selten vor und sorgt vielerorts für Kopfzerbrechen.

Hierfür gibt es folgenden Lösungsansatz:

  • Besuche die Domain des verweisenden Broken Link und schaue Dich im Impressum oder auf der Kontaktseite nach einer E-Mail/Telefonnummer um. Anschließend kannst Du freundlich Kontakt aufnehmen und auf die falsche Verlinkung hinweisen. In der Regel funktioniert diese Vorgehensweise und der Webmaster der linkgebenden Seite korrigiert den Link.

Vielerorts setzen Webmaster auf das bekannte CMS (Content Management System) WordPress. Hierfür sind zahlreiche nützliche Plugins erhältlich, um verschiedene Aufgaben und Arbeiten zu erledigen.

So findest Du unter anderem auch Plugins, die kaputte Links eigenständig aufspüren und Dich entsprechend darüber benachrichtigen. Anschließend kannst Du mit der Reparatur der Broken Links beginnen, was auf Wunsch mit nur wenigen Klicks erledigt ist.

Ein gutes Beispiel dafür ist das Plugin Broken Link Checker, das Du kostenlos herunterladen und installieren kannst. Direkt nach der Aktivierung kannst Du auch schon den ersten Scan durchführen lassen. Dabei wird Deine vollständige Website auf externe und interne Broken Links überprüft.

Der Vorteil: Wird ein Broken Link gefunden, musst Du die jeweilige betroffene Seite nicht manuell öffnen. Auf Wunsch wird der defekte Link mit einem Klick korrigiert.

Hierfür klickst Du in der linken Navigationsleiste auf „Werkzeuge“ und danach auf „Broken Links“. Nun erhältst Du eine Übersicht mit allen gefundenen Broken Links. Dabei werden Dir Informationen wie URL, Status, Link Text und Source angezeigt.

Gibt es beispielsweise ein Problem mit einem externen Link, der einen 404-Fehlercode ausgibt, fährst Du einfach im linken Bereich mit dem Mauszeiger über die URL.

Jetzt stehen Dir die folgenden Optionen zur Auswahl:

  • Edit URL (URL bearbeiten)
  • Unlink (Verlinkung löschen)
  • Not Broken (Linkfehler ist nicht vorhanden, ignorieren)
  • Dismiss (Verwerfen)
  • Recheck (Erneut überprüfen)

Du musst Dich also nicht jedes Mal auf einen Artikel oder eine Seite begeben, um einen Broken Link in WordPress manuell zu korrigieren oder zu löschen. Alle diese Schritte sind direkt im CMS ausführbar.

Weitere praktische Funktionen vom WordPress Broken Links Plugin:

  • Frequenz festlegen, um alle Links innerhalb eines bestimmten Zeitraumes überprüfen zu lassen (z.B. alle 72 Stunden)
  • Lasse Dich mittels E-Mail-Funktion über neu gefundene Broken Links informieren, damit Du dementsprechend schnell und zeitnah agieren kannst
  • Arbeitest Du an einem großen WordPress Projekt, an dem mehrere Autoren beteiligt sind? Dann hast Du zusätzlich die Möglichkeit, die jeweiligen verantwortlichen Autoren des Contents vom System benachrichtigen zu lassen. Somit erscheinen nicht alle Belastungen in Deinem Postfach und Du wirst entlastet.

Broken Links sind ein wichtiger Bestandteil vom OffPage-SEO und sollten deshalb berücksichtigt werden. Mache es Dir also zur Aufgabe, in regelmäßigen Abständen Deine Projekte nach defekten Links zu überprüfen. Andernfalls läufst Du Gefahr, dass Benutzerfreundlichkeit und Nutzererfahrung negativ beeinflusst werden. Und das bedeutet, dass Du seitens großer Suchmaschinen wie Google abgestraft werden könntest.

Mittlerweile gibt es zahlreiche nützliche Möglichkeiten, um interne und externe Links effizient ausfindig zu machen. So kannst Du beispielsweise bekannte SEO-Tools von Ryte, Sistrix und Co. verwenden, um Deine Projekte crawlen zu lassen. In Berichten werden Dir anschließend übersichtliche Listen mit allen gefundenen Fehlern angezeigt. Danach kannst Du sie abarbeiten und beheben.

Aber auch für WordPress-Nutzer sind hilfreiche Plugins wie der Broken Link Checker erhältlich, die vollautomatisch defekte Links finden und mit nur wenigen Links beheben oder löschen. Dadurch wird Dir viel Arbeit abgenommen und Du bietest Deinen Besuchern eine reibungslos funktionierende und fehlerfreie Website an.

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Eine Antwort

  1. Danke für diese toll Übersicht. Ich persönlich nutze gerne das Browser Plugin von ahrefs. Das kann sogar in den kostenlosen Version sehr gut nach broken Links auf der gerade besuchten Seite suchen.

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