Warum kosten Domains so unterschiedlich?

Möchten Interessenten eine Domain registrieren, fallen auf den ersten Blick die deutlichen Preisunterschiede auf. Während einige Domainnamen mit dazugehörigen Domainendungen bereits für 39 Cent im Monat zu haben sind, kosten andere mehrere hundert Euro.

Doch warum kosten Domains so unterschiedlich viel und welche Faktoren spielen eine wichtige Rolle, um letztendlich den Endpreis zu bestimmen? Auf diese und noch weitere Fragen geht der folgende Beitrag ein.

Wie viel Einfluss hat der Domainanbieter auf die Preise?

Nicht nur die Registry der Domainendung ist mit entscheidend und bestimmten den Preis einer Domain. Auch der Domainanbieter selbst hat Einfluss auf die Preise.

Entwicklungs- und Betriebskosten von einem Domainanbieter

Möchte ein Kunde eine Domain kaufen, registriert er sich dafür bei einem Domainanbieter wie beispielsweise do.de. Der Anbieter übernimmt dabei sämtliche Registrierungs- und Einrichtungsschritte, sodass sich der Kunde um nichts mehr kümmern muss. Er hat die Aufgabe, die Domain während oder nach der Registrierung mit seinem Server zu verknüpfen.

Um eine derartige einfach bedienbare und automatisierte Plattform bereitstellen zu können, sind Entwicklungs- und Betriebskosten erforderlich, außerdem werden oft zusätzliche Leistungen wie zum Beispiel Weiterleitungsformen, FlexDNS und Nameserver angeboten. Auch wenn die Kosten pro Kunde und Domainregistrierung überschaubar sind, werden sie direkt auf den Domainpreis übertragen und somit ausgeglichen.

Registrierung und Akkreditierung eines Domainanbieters beim Registry

Steht das Serviceportal, auf dem sich Kunden einloggen und ihre Domains verwalten/registrieren können? Dann geht es mit der Akkreditierung des Domainanbieters beim Registry (Domainvergabestelle) weiter. Auch derartige Prozesse sind mit Kosten verbunden.

Diese fallen unter anderem für technische Lösungen, Wartungen, Schulungen für Mitarbeiter und weitere Gebühren und Sicherheitslösungen an. Je nach angebundener Top Level Domain (TLD), die ein Domainanbieter seinen Kunden zur Verfügung stellt, sind die Kosten unterschiedlich hoch.

Derartige Kosten werden ebenfalls auf den Domainpreis verlagert, die der Endkunde zu zahlen hat.

Auch die Automatisierung führt zu günstigeren Preisen

Je mehr Kunden sich bei einem Domainanbieter anmelden und Domains registrieren, desto größer ist der Aufwand dafür.

Die Lösung: Automatisierung. Ein Großteil aller Anbieter hat seine Registrierungs- und Verwaltungsprozesse mittlerweile vollständig automatisiert, sodass kein manueller Handgriff mehr erforderlich ist. Die Registrierung läuft folglich nach bestimmten Mechanismen ab, sodass kein personaler Eingriff erforderlich ist.

Eine derartige automatisierte Registrierung ist wesentlich günstiger als manuelle Arbeit. Dementsprechend sind derartige Domainanbieter dazu in der Lage, TLDs günstiger anzubieten.

Wie kommen die Preise bei bereits registrierten, aber zum Verkauf angebotenen Domains zustande?

Interessenten, die einen Domainnamen registrieren möchten, können TLDs nicht nur neu kaufen. Sie haben auch die Möglichkeit, bereits registrierte Domains von anderen Besitzern abzukaufen. Doch auch hier gibt es deutliche Preisunterschiede. Wie entstehen diese?

Hier hilft ein Blick auf die bereits angesprochenen Faktoren, die den Preis einer Domain beeinflussen. Dabei spielen beispielsweise Faktoren wie Relevanz, Länge und Trend eine wichtige Rolle.

Welche Faktoren beeinflussen den Preis der Domain?

Wie viel eine Domain bei einem Registrar kostet, ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. So ist unter anderem von wichtiger Bedeutung, wie einprägsam eine Domain ist und ob sie aktuelle Trends behandelt.

Im Folgenden sind wichtige Faktoren aufgeführt, die den Preis einer Domain beeinflussen. Hauptsächlich spielen hier Angebot und Nachfrage eine wichtige Rolle.

Ein-Wort-Domains

Ein-Wort-Domains wie beispielsweise „auto.de“ oder „reisen.com“ sind bekannt und lassen sich schnell merken. Wer eine derartige Domain registrieren möchte, stößt schnell an seine Grenzen. Denn mittlerweile sind zahlreiche Domains mit nur einem Begriff bereits registriert und somit immer schwerer erhältlich.

Umso schwieriger wird es, geeignete Begriffe zu finden, die gleichzeitig zum Inhalt des zukünftigen, geplanten Projektes passen. Hierbei ist jede Menge Kreativität gefordert. Ein-Wort-Domains heben sich deutlich von der Masse ab, als es beispielsweise bei Domains mit zwei oder drei enthaltenen Begriffen der Fall ist. Die Folge: Der Marktwert steigert sich und der Preis fällt deutlich höher aus.

Kurze Domains

Je kürzer die Domain ist, desto besser. Denn es ist unter Online-Marketern und Webmastern bekannt, dass kurze Domain-Begriffe einfacher im Gedächtnis bleiben. Dementsprechend können sie später wieder eingegeben und abgerufen werden.

Die Nachfrage nach kurzen Domainnamen ist folglich immens hoch, sodass so gut wie gar keine TLDs in diesem Bereich mehr erhältlich sind.
Beispiel: Bereits seit dem Jahr 2013 war keine vierstellige .com-Domain mehr erhältlich. Auch zwei- und dreistellige Domains versucht man vergeblich zu registrieren. Sie waren schon vor 2013 restlos ausverkauft.

Wer eine kurze Domain kaufen möchte, muss sich beim entsprechenden Besitzer melden und ein Angebot unterbreiten oder auf die neuen Endungen zurückgreifen. Der Preis beim Kauf mit Angeot kann aufgrund der Begehrtheit dementsprechend hoch ausfallen.

Keyword-Domains

Nach wie vor sind Keyword-Domains wie zum Beispiel „klapprad-faltrad-test.de“ bei Online-Marketern und Webmastern gefragt, auch wenn es im Jahre 2012 ein Exact-Match Domain Update gab, welches dafür sorgte das Google nicht mehr das Stichwort an sich im Domainnamen eine Wertung gab. Betreibt ein Webmaster eine derartige Keyword-Domain und pflegt dort hochwertigen und relevanten Content ein, der Nutzern einen Mehrwert bietet, kann man damit durchaus gute Rankings erzielen.

Dementsprechend ist auch die Nachfrage nach derartigen Keyword-Domains ungebremst. In einigen Bereichen kann das die Preise nach oben treiben, sodass für eine derartige Domain beispielsweise ein drei- oder vierstelliger Preis fällig ist.

Eindeutige, relevante Domains

Kann ein Nutzer bzw. Interessent den Namen einer Domain auch mit dem dort gezeigten Inhalt in Verbindung setzen? Handelt es sich hierbei also um eine eindeutige, relevante Domain? In diesem Falle liegt ein echter Mehrwert vor.

Beispiel: In einer Domain von einem Online-Shop für Sofas kommt auch wirklich der Begriff „Sofa“ im Domainname vor. Denn für den Nutzer liegt hierbei klar eine eindeutige Relevanz vor. Das kann dazu führen, dass eine derartige eindeutige und relevante Domain mehr Klicks erhält.

Dementsprechend steigt auch der Wert von derartigen Domains. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Domain neu registriert, oder von einem anderen Besitzer abgekauft und in die eigene Domainliste übertragen wird. Nicht selten kommt es vor, dass derartige Domains für einen fünf- oder sechsstelligen Betrag gehandelt werden. Das gilt für sämtliche TLDs.

Domains mit Trend-Themen

Immer wieder kursieren im Internet aktuelle Trends wie beispielsweise Kryptowährungen. Folglich tauchen zu diesen Themen zahlreiche Portale auf, dementsprechend werden derartige Domains zu angesagten Trend-Themen verstärkt registriert.

Auch dieses Verhalten kann dafür sorgen, dass Preise leicht oder stark ansteigen. Bei derartigen Hypes sind starke Preisschwankungen bei den Verkaufsportalen zu verzeichnen.

Unterschiedlich variierende Preisbereitschaft beim Interessenten

Auch wenn alle oben erwähnten Faktoren mit einfließen und den Preis einer Domain bestimmen, spielt letztendlich die Preisbereitschaft des Interessenten eine entscheidende Rolle. Und die fällt sehr unterschiedlich aus!

Während der eine Interessent für eine bestimmte Domain gerade einmal 20 Euro ausgeben würde, ist sie für einen anderen einen deutlich höheren Betrag wert.

Fakt ist allerdings: Ein Blick auf einen Domain-Preis lässt in etwa erahnen, ob eine Domain wertvoll ist oder nicht. Und hier spielen auch wieder Faktoren wie Länge, Eindeutigkeit und/oder Einzigartigkeit eine wichtige Rolle.

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