Effizientes Guerilla-Marketing und seine Eigenschaften

Der Begriff Guerilla stammt eigentlich aus dem kriegerischen Bereich, in Sachen Marketing, wird aber ebenfalls darauf gesetzt. Das Hauptmerkmal ist das Überraschungsmoment, denn die Werbeform erreicht Deine Kunden auf völlig unerwartete Weise. Ob viral, in der realen Welt oder auf anderem Wege, beim Guerilla-Marketing geht es darum, Deine Kreativität auszuleben.

Was ist Guerilla-Marketing?

Bei dieser Marketingform handelt es sich um eine Technik, mit der Du künftige Kunden erstaunst und Emotionen erzeugst. Das Ziel dahinter ist die Generierung von Aufmerksamkeit und Neugier auf Deine Produkte oder Dein Angebot.

Aktionen des Guerilla-Marketings sind witzig, kreativ, auffällig, gern auch laut, bunt und verblüffend. Je größer die Überraschung, desto stärker bleibst Du im Gedächtnis. Innovationen und nie zuvor gewesene Ideen prägen das Marketing. Hier muss auch erwähnt sein, dass es durch zahlreiche Kampagnen immer schwierig wird, eine besondere Strategie zu entwickeln. Du brauchst also einen kreativen Geist, um eine denkwürdige Aktion zu planen.

Welche Vorteile bringt diese Marketingstrategie für Dich?

Es gibt mehrere Gründe, warum Guerilla-Marketing die richtige Entscheidung für Dich sein kann. Dazu gehören:

  • geringer Budgetaufwand
  • hoher Effekt durch maximale Auffälligkeit
  • meist einfache Umsetzung
  • Werbefläche an ungewohnten Orten generieren


Abgesehen davon, dass Du viele Kampagnen dieser Art günstig launchen kannst und sie damit auch für Start-Ups und Einsteiger empfehlenswert sind, erreichst Du Deine Zielgruppe oft sehr viel besser. Werbung erleben Verbraucher heute überall. Der Spot im Fernsehen, die Einblendung in der App, die nervige Unterbrechung bei YouTube. Im Gedächtnis bleibt davon nur wenig und wenn dann sind die verbundenen Emotionen oft negativ.

Beim Guerilla-Marketing rüttelst Du Deine Zielgruppe auf, Du generierst ihre Aufmerksamkeit und schaffst es, korrekt ausgeführt, ein positives Gefühl zu erzeugen. Unterbewusst wird Deine Marke mit positiven Emotionen in Verbindung gesetzt, was langfristig für mehr Nachfrage nach Deinem Produkt sorgen kann.

Welche Arten von Guerilla-Marketing gibt es?

Es wird zwischen vier Arten des Guerilla Marketings unterschieden, die einzeln, aber auch kombiniert zum Einsatz kommen können.

Dazu gehören:

  • Ambush Marketing: Das Ziel beim Ambush Marketing besteht darin, möglichst viel Aufmerksamkeit durch breite Ansprache zu generieren. Geeignet sind Großevents und Ereignisse, wie der Sporthersteller Nike bewies. Er nutzte den Berliner Marathon und dessen ältesten Teilnehmer (78 Jahre), um die Marke und den Läufer zu repräsentieren. Plakate mit „Just do it Heinrich“, weckten emotionale Verbundenheit mit dem bewundernswerten Athleten und setzten zugleich die Marke Nike in Szene.
  • Ambient Marketing: Beim Ambient Marketing geht es gezielt darum, durch auffällige Werbeaktionen Aufmerksamkeit zu generieren. Der ideale Ort sind Häuserfassaden, Werbeflächen auf Bussen, Toilettendeckel im Restaurant oder auch Postkarten, die mit einer besonderen Botschaft versehen sind. Je auffälliger, desto besser. Die Kunden kommen an einem völlig unerwarteten Ort mit Deiner Werbebotschaft in Kontakt.
  • Viral Marketing: Von viraler Verbreitung hast Du schon einmal was gehört. Stell dir Deine Marketing Kampagne wie einen Schnupfen in der Disco vor. Er verbreitet sich rasend schnell von Mensch zu Mensch und genau das ist das Ziel hinter dieser Marketingtechnik. Per Social-Media oder per Mundpropaganda werden die Inhalte der Werbekampagne verbreitet. Je auffälliger, desto besser. Das süße Katzenvideo ist niedlich anzusehen, geht aber wahrscheinlich nicht viral. Die fallschirmspringende Katze (natürlich animiert) sorgt hingegen für Aufmerksamkeit, denn es ist neu, innovativ und jeder möchte es teilen.
  • Sensation Marketing: Hier steckt das Ziel schon im Namen, beim Sensation Marketing geht es darum, eine Sensation zu erzielen. Ungewöhnliche und auffällige Aktionen gehören dazu. Das kann der Promoter im Brötchenkostüm sein, der für eine neue Bäckerei wirbt, es kann aber auch der Flashmob in der Innenstadt sein, bei dem die Teilnehmer eine neue Modekollektion bewerben.

Beispiele für Guerilla-Marketing

Es gab immer wieder aufregende Guerilla-Kampagnen, die nicht sofort als Werbung zu erkennen waren und für viel Aufmerksamkeit gesorgt haben.

Edeka ist supergeil, supergeil

So war es der Supermarkt Edeka, der mit einem virtuellen Werbespot viral ging. Das Video findest Du noch heute bei YouTube, es war witzig, innovativ und konnte vor allem lange nicht zugeordnet werden. Mit dem Song „Supergeil“ sprang Friedrich Liechtenstein durch verschiedene Szenarien, kippte sich Müsli in die Badewanne, in der er selbst lag oder legte sich zu fremden Menschen ins Bett. Der Song wurde zum Ohrwurm und der Clip wurde fleißig geteilt.

DHL nutzt den Frechheitsfaktor

Eine besonders freche, aber aufmerksamkeitsgenerierende Kampagne führte der Paketriese DHL durch. Er versendete mit dem Unternehmen UPS riesige schwarze, gekühlte Pakete. Der Clou an der Sache: Sobald die Kühlung nachließ, verwandelte sich die Optik und die Pakete wurden gelb. Auf ihnen war die Aufschrift „DHL is faster“ zu lesen. Empfänger waren Adressen in sehr belebten Gegenden. Natürlich wurden die Menschen aufmerksam, denn wann tragen UPS-Lieferboten schon überdimensionale DHL-Pakete durch die Stadt und liefern sie aus? Eine gelungene Guerilla-Kampagne!

We know Drama in Belgien

Eine belgische Werbekampagne hat sich ins Bewusstsein der dortigen Bevölkerung geschlichen und bleibt in guter Erinnerung. Auf einem Platz in der Innenstadt befand sich plötzlich ein roter Buzzer, ohne weitere Erklärung. Lediglich der Hinweis „Push, to add Drama“ war zu lesen. Zwar dauerte es, doch die Neugier der Bevölkerung siegte und der Button wurde gedrückt. Schauspieler begannen nun einen Fahrradunfall, Stunts, eine Schießerei und jede Menge Action zu präsentieren und jeder schaute zu. Hunderte Handys wurden gezückt und am Ende rollte ein XXL-Plakat über eine Hauswand mit einem Werbeslogan des Unterhaltungskanals, der die Werbung inszeniert hatte.

Fazit zum Guerilla-Marketing

Du siehst, Werbung ist nicht gleich Werbung und Guerilla Marketing ist eine der Möglichkeiten, maximale Aufmerksamkeit für wenig Geld zu generieren. Sicher ist das belgische Beispiel etwas teurer, doch der Versand einiger Pakete mit UPS war für DHL ein echtes Schnäppchen. Noch günstiger wird es, wenn Du ein innovatives Video drehst, um damit viral zu gehen. Günstig, auffällig und mit positivem Feedback behaftet, so muss gutes Guerilla Marketing laufen.

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