eigene fotos, stock oder ki-generierte bilder

Eigene Fotos, Stock oder KI-generierte Bilder?

Für Websites, Online-Shops und Blogs sind Bilder unverzichtbare Elemente zur Visualisierung von Informationen. Sie beleben Texte, vermitteln Emotionen und fördern das Engagement und somit die Verweildauer der Betrachters.

Je nach Kontext kann es dabei entsprechend leicht oder schwer fallen, unter Stock-Anbietern gutes Bildmaterial zu finden. Eigene Bilder zu erstellen kann dagegen sehr aufwandreich sein und erfordert neben möglicherweise teurer Ausstattung ein gewisses Know-how. Aber auch die Alternative, auf KI-generierte Bilder zurückzugreifen, hat oft ihre Hürden und Stolperfallen. Und nun?

Wir betrachten heute, wo jede dieser Optionen ihre Daseinsberechtigung hat und welche ressourcenbedingte oder rechtliche Anforderungen Du beachten musst. 

Selbst erstellte Bilder: Authentisch, aber zeitaufwendig

Nichts verleiht einer Website oder einem Blog soviel Authentizität und persönliche Note wie eigens erstellte, echte Fotografien. Diese lassen sich genau auf den Zweck und Anlass abstimmen, dem sie dienen sollen. Das richtige Ambiente, die korrekte Zielgruppe, eine ganz besondere Stimmung: Eigene Kreationen erzählen authentische Geschichten, die eng mit Deiner Marke verbunden sind. So fördern sie Engagement und Glaubwürdigkeit.

Die größte Herausforderung liegt jedoch darin, die erforderliche Zeit und notwendigen Ressourcen aufzubringen, um eigene Bilder zu erstellen. Wer selbst keinerlei Kenntnisse und Erfahrungen in der Fotografie mitbringt, muss für einen externen Fotografen tiefer in die Tasche greifen. Und selbst mit entsprechender Expertise, ist allein die Ausrüstung eine nicht unerhebliche Investition, welche sich nur bei einer langfristigen, regelmäßigen Nutzung lohnt.

Das Besondere: Deine selbst erstellten Bilder sind garantiert einzigartig! Und auch in Sachen Urheberrecht musst Du dir keinerlei Gedanken machen.

Stockbilder: Eine schnelle Lösung, aber nicht einzigartig

Stock-Plattformen sind eine beliebte Wahl für Marketers und Blogger. Insbesondere wenn diese regelmäßig und in größerem Umfang auf schnell verfügbare, professionell aufgenommene Bilder und Illustrationen zurückgreifen möchten. Je nach Anbieter stehen Millionen hochwertiger Bilder mit oder ohne Abo oft recht kostengünstig oder sogar kostenlos zum Download zur Verfügung. Entsprechende Themenfelder und Schlagwörter sowie die Option, sich verwandte Bilder anzeigen zu lassen, verhelfen dabei bei der gezielten Suche.

Stock Images sind in Sachen Urheberrecht eine sichere Wahl, da mit der errichteten Gebühr eine Lizenz zur Weiterverwendung erteilt wird. Kommerzielle Plattformen wie Adobe Stock, Shutterstock und Getty Images bieten eine große Auswahl an Bildern, Illustrationen, Vektoren, Video und mehr ab 30 Euro pro Monat​​.

Der Nachteil? Aufgrund ihrer simplen Zugänglichkeit und unmittelbaren Verfügbarkeit sind Stock-Bilder kaum einzigartig. Trotz der hohen Anzahl verfügbarer Versionen, ist es höchst wahrscheinlich, dass dasselbe Bild mehrfach online genutzt wird. Das raubt Deinem eigenen Webauftritt die Individualität.

Darüber hinaus gibt es einige kostenlose Stock-Plattformen wie Unsplash, Pexels und Pixabay, welche ebenso faszinierende Bilder, Video und sogar Soundeffektive gebührenfrei anbieten. Dabei ist natürlich offensichtlich, dass Medien aus diesen kostenlosen Verzeichnissen wahrscheinlich noch weiter verbreitet im Einsatz sind als Bilder von kostenpflichtigen Anbietern. Daher sollte die Nutzung wirklich nur in Fällen erfolgen, wenn die Bilder nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen, sondern eher der Orientierung dienen oder funktionale Zwecke erfüllen.

KI-generierte Bilder: Kreativ, aber rechtlich komplex

Das Erstellen von Bildern mit Künstlicher Intelligenz erlebt gerade eine rasante Entwicklung. Unzählig viele Tools sind in den letzten Monaten wie Pilze aus dem Boden geschossen und versprechen nahezu unendliche Möglichkeiten bei der kreativen Bilderstellung.

Mit teils kostenlosen, teils kostenpflichtigen Features ermöglichen es zum Beispiel DALL-E, Midjourney, NightCafe und Adobe Firefly, detaillierte und (foto-)realistische Bilder aus Textbeschreibungen zu generieren. Darüber hinaus sind viele dieser Tools inzwischen in der Lage, bestehende Bilder auf kreative Weise zu ergänzen, den Hintergrund zu variieren oder völlig neue Elemente hinzuzufügen. Unter den Nutzern tummeln sich dabei nicht nur Künstler und Designer. Auch viele KI-Enthusiasten, die hier eine tolle Spielwiese für den Einstieg mit AI finden.

Der große Vorteil dieser Anwendungen gegenüber Stock-Bilder liegt klar in der Option, völlig einzigartige, auf ganz spezifische Bedürfnisse zugeschnittene Kompositionen zu erstellen, die mit ihrer Originalität hervorragend eine Markenidentität unterstützen können. Jedoch ist die Qualität des Outputs manchmal etwas unvorhersehbar. Auch erfordert die Anwendung garantiert einige Übung, bis die richtigen Prompts gefunden sind.

Problematisch und aktuell heiß diskutiert sind hierbei jedoch rechtliche Fragen bezüglich Urheberrecht und Bildrechte. Nutzer sollte die Debatte aufmerksam verfolgen, denn KI-generierte Bilder befinden sich derzeit in einer rechtlichen Grauzone. Viele KI-Modelle agieren basierend auf Trainingsdaten, die online frei zugänglich, deren Inhalte jedoch eventuell durch Copyrights geschützt sind. Deren Weiterverwendung durch Künstliche Intelligenz verletzt diese Rechte, da jegliche Zustimmung des Künstlers fehlt.

Adobe hat hier recht frühzeitig reagiert und spezifische Richtlinien und Maßnahmen eingeführt, um direkt auf aufkommende rechtlichen Bedenken hinsichtlich der Verwendung von KI-generierten Bildern zu reagieren. Seine Benutzungsrichtlinien zur generativen KI von Adobe verbieten sowohl die Verwendung der generativen KI-Funktionen zum Trainieren von KI-Modellen als auch die Verletzung von Urheberrechten Dritter. Zudem hat Adobe einen Vorschlag für den Federal Anti-Impersonation Right (FAIR) Act vorgelegt. Diese soll Künstler vor wirtschaftlichen Schäden durch Nachahmung ihrer Arbeit durch KI-Tools schützen. 

Wann sollte ich welche Bildquellen nutzen?

Die Wahl zwischen Stockbildern, KI-generierten Bildern und selbst erstellten Fotos oder Illustrationen ist weitgehend abhängig von Deinen spezifischen Bedürfnissen, verfügbaren Ressourcen und individuellen Zielen.

  • Stockbilder eignen sich ideal für Seiten und Beiträge, für welche die Einzigartigkeit des Bildes nicht maßgebend ist. Außerdem sind Stock Images schnell zur Hand, wenn Dir Zeit oder Ressourcen für eigene Bilder oder KI-generierte Bilder fehlen.
  • KI-generierte Bilder erfordern zwar etwa Zeit und Mühe, eignen sich jedoch perfekt, wenn Du etwas Einzigartiges schaffen möchtest. Auch für außergewöhnliche Inhalte, abstrakte Konzepte oder ganz spezifische Stilvorgaben kannst Du so eigene Kunstwerke erzeugen, die mit herkömmlichen Fotos schwer zu generieren sind.
  • Selbst erstellte Bilder sind unersetzbar für persönliche Geschichten, Markenbildung und eine starke Bindung zum Publikum. So kommt beispielsweise keine Case Study um authentische Fotos herum. Und: Du behältst vollständige Kontrolle über das Urheberrecht der genutzten Bilder.

Oft kann eine Kombination aller drei Typen die beste Strategie sein, um die jeweiligen Vorteile auszunutzen und mögliche Nachteile zu kompensieren. Schlussendlich sollte Die Bilder Deiner Website, Deines Online-Shops oder Deines Blogs immer authentisch zu Deiner Marke passen und Deine Botschaft wirkungsvoll unterstreichen – ohne jedoch Dein Budget oder sonstige Ressourcen zu sprengen.

Suche

Unser Whitepaper ist da!

Whitepaper Website Trends 2024

Wir beleuchten für Dich, welche Entwicklungen Dich 2024 rund die Themen Webtechnologie, Design, UX und Sicherheit erwarten und wie Du diese gezielt für Deine Website einsetzen kannst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Hier ist Dein Gutscheincode:

DE-LIFETIME