In unserem früheren Beitrag Frist zur Domainverlängerung versäumt – was nun? haben wir auf das Problem aufmerksam gemacht, dass vor allem Domaininhaber betrifft, die aufgrund des Umfangs ihres Portfolios oder schlicht fehlendem Bewusstsein verpassen, ihre Domains rechtzeitig zu verlängern. Heute widmen wir uns einer simplen Lösung hierfür: die automatische Domainverlängerung. Du erfährst hier, was für eine automatische Verlängerung Deiner Domains spricht und welche Dinge Du hierbei beachten solltest, damit keine Deiner Websites, E-Mail-Adressen oder sonstiger Online-Dienste plötzlich (und dauerhaft) nicht mehr erreichbar sind.
Was steckt hinter der automatischen Domainverlängerung?
Je nach Domainanbieter wird Dein Domainbestand entweder manuell oder automatisch erneuert. Ist ein automatischer Renewal aktiviert, dann verlängert sich jede Domain vor dem Ablauf der Registrierungsperiode automatisch um den entsprechenden Abrechnungszeitraum. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass eine gültige Zahlungsart im Kundenkonto hinterlegt ist.
Insbesondere, wenn Dein Portfolio eine hohe Anzahl an Domains umfasst, dann bringt eine automatische Verlängerung nicht nur Komfort, sondern vor allem auch organisatorische Absicherung. Denn je höher der Bestand, desto schneller verliert man hier den Überblick – eine automatisierte Verlängerung verschafft genau hier Abhilfe.
Folgende Vorteile bringt ein Auto-Renewal
- keine manuelle Verlängerung bzw. manuelles Monitoring von Ablauffristen notwendig
- keine Abhängigkeit von der Zuständigkeit einzelner Team-Mitgliedern
- kontinuierliche Erreichbarkeit Deiner Website(s) und E-Mail-Adressen
Welche Risiken bestehen bei einer manuellen Verlängerung?
Wer dagegen auf eine manuelle Domainverlängerung setzt, geht gleich mehrere vermeidbare Risiken ein, deren Konsequenzen viel Geld und Zeit, im schlimmsten Fall sogar den Verlust der eigenen Domain kosten können:
- Erinnerungsmails können übersehen werden oder landen im Spam
- Zahlungsfristen für manuelle Verlängerungen werden möglicherweise versäumt
- Domains geraten in Löschfristen
- Website- und Mail-Dienste fallen aus
- SEO-Rankings können bei längerer Nichterreichbarkeit leiden
Erschwerend kommt hier hinzu, dass sich Verlängerungsfristen und -prozesse je nach TLD und Registry unterscheiden. Eine manuelle Überwachung über verschiedene Domainendungen hinweg ist daher sehr fehleranfällig.
Direkte Auswirkungen auf Dein Business
Dass selbst professionelle Organisationen von einem Domainverlust betroffen sein können, zeigen Fälle wie die Plattform Foursquare, welche 2010 aufgrund einer versäumten Verlängerung vorübergehend nicht erreichbar war. Auch das deutsches Unternehmen Stöbich Brandschutz GmbH musste in einem dreijährigen Verfahren vor der World Intellectual Property Organization (WIPO Case D2019-2759) seine Domain nach versäumter Verlängerung über ein kostenintensives Verfahren zurückerlangen.
Doch auch wenn eine nicht-verlängerte Domain nicht sofort von aufmerksamen Dritten weggeschnappt und weiterverkauft wird, ist ein Ausfall – wenn auch nur vorübergehend – teuer. Vor allem bei geschäftskritischen Anwendungen wie Online-Shops, Buchungssystemen oder Support-Adressen, belaufen sich Umsatzverluste durch nicht-erreichbare Websites oder Emails schnell auf mehrstellige Beträge …oft pro Minute!
Schlussendlich kann ein Auto-Renewal auch unter Gesichtspunkten des Marken- und Reputationsschutzes immensen Schaden abwenden, denn der Gedanke an eine missbräuchliche Nutzung von erhaschten abgelaufenen Domains mit hoher Vertrauenswürdigkeit liegt Betrügern sicherlich sehr nah.
Ein gewisses Zeitfenster verschafft die sogenannte Redemption-Phase, welche viele Top-Level-Domains nach Ablauf vorsehen, um die Domain in einem gewissen Zeitrahmen wiederherstellen zu können. Jedoch fallen für den Domain-Inhaber dabei oft enorm hohe Gebühren an, um die abgelaufene Domain zurück zu erwerben.
Zahlungsdetails – eine häufige Fehlerquelle
Auch bei der automatischen Domainverlängerung gibt es einen kleinen Stolperstein. Denn sie funktioniert nur dann zuverlässig, wenn tatsächlich eine gültige Zahlungsmethode im Kundenkonto hinterlegt ist.
Dementsprechend empfehlen wir Domaininhabern, ihre Zahlungsdetails wie Bankverbindungen oder das Ablaufdatum von Kreditkarten regelmäßig zu prüfen und eine Deckung anstehender Zahlungen zu gewährleisten.
Auch ein kurzer Check des vermerkten Ansprechpartners und deren Kontaktdaten stellt sicher, dass Benachrichtigungen bei eventuellen Zahlungsproblemen rechtzeitig ankommen.
Fazit: Lieber automatisieren, was geschäftskritisch ist
Eine Domain ist kein einmaliges Produkt, sondern ein fortlaufender Vertrag mit klar definierten Fristen. Sich hierbei auf manuelle Prozesse zu verlassen, bedeutet vermeidbare Risiken einzugehen. Aus genau diesem Grund setzen wir bei der Domain-Offensive auf eine automatische Verlängerung als elementaren Sicherheitsmechanismus für Deine digitale Identität.
Extra-Tipp: Auch durch mehrjährige Domainverlängerungen kannst Du für Deine wichtigen Online-Präsenzen sowie Deine Marke mehr Sicherheit schaffen. Nicht alle Registries bieten eine solche Option an. Für alle TLDs, die bereits eine solche längerfristige Domainregistrierung unterstützen, kannst Du direkt im Warenkorb per Drop-down-Menü Deinen gewünschten Registrierungszeitraum festlegen.
Du hast weitere Fragen zum Thema oder möchtest mit uns über Deine persönlichen Optionen zur effektiven Verwaltung Deines eigenes Domainportfolio sprechen? Dann kontaktiere gern unser Service-Team mit Deinem Anliegen.
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