So findest Du gelöschte Webseiten

Du möchtest den Inhalt von gelöschten oder alten Webseiten öffnen und einsehen? Hierfür bietet sich die Wayback Machine an. Hierbei handelt es sich um ein riesiges Archiv des Internets, das einer Art Geschichtsbuch der Online-Welt gleicht. Wir zeigen Dir, warum die Wayback Machine nützlich ist und wie Du sie verwendest.

Wie findet man gelöschte oder alte Webseiten im Internet wieder?

Das Internet ist ständig im Wandel und verändert sich tagtäglich. Während Webmaster vielerorts Veränderungen vornehmen, werden zudem regelmäßig komplette Webseiten vom Netz gekommen.

Hast Du auf einer bereits gelöschten Webseite in der Vergangenheit nützliche Inhalte gesehen und möchtest sie noch einmal abrufen, hilft Dir die Wayback Machine weiter. Das Archiv erstellt von Internetseiten Momentaufnahmen, die Du auch Jahre, nachdem eine Webseite gelöscht wurde, noch abrufen kannst.

Praktisch ist dies auch, wenn Du eine Domain kaufen möchtest. Du kannst dort schauen, welche Webseiten vorher auf der Domain waren und so abwägen ob es sinnvoll ist den Namen zu verwenden. Wenn dort nämlich zum Beispiel Spamseiten vorher drauf waren, kann Deine Webseite später auch drunter leiden.

Gleiches funktioniert bei Webseiten, die in der Vergangenheit verändert wurden (z.B. durch einen Relaunch). Auch hier kannst Du die alten Inhalte einsehen.

Das Internet Archive (Wayback Machine) ist ein gemeinnütziges Projekt

Die Wayback Machine wurde im Jahre 1996 von Internet Archive ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um ein gemeinnütziges Projekt. Ziel der Macher war es damals, sämtliche digitale Daten und Informationen von allen Webseiten weltweit zu archivieren.

Wichtige Fakten der Wayback Machine:

  • Im Jahre 1996 von Brewster Kahle gegründet
  • Bereits jetzt sind über 590 Milliarden Webseiten gespeichert (Stand Juli 2021)
  • Neben den Momentaufnahmen von Webseiten kannst Du auch weitere Inhalte aus der Vergangenheit abrufen. Dazu zählen:
    • Bücher
    • Filme
    • Software
    • Musik
    • Und vieles mehr
  • Die dabei entstehenden Datenmengen sind beachtlich. Jeden Monat wächst die Wayback Machine um 20 Terabyte.

So funktioniert die Suche nach gelöschten oder alten Webseiten

  1. Möchtest Du den Inhalt einer gelöschten oder alten Webseite anzeigen, besuchst Du zunächst das Portal der Wayback Machine.
  2. Anschließend gibst Du direkt auf der Startseite die gewünschte URL (Internetadresse) der Webseite ein, dessen Inhalte Du analysieren möchtest. In unserem Beispiel nehmen wir die URL „https://www.do.de/“. Drücke die Enter-Taste, um die Suchanfrage abzuschicken.
  3. Das Ergebnis: Vom 13. November 2009 bis zum 9. Juli 2021 hat die Wayback Machine auf der Domain do.de 1.020 Crawls durchgeführt. In einer Kalenderübersicht siehst Du kleine blaue und grüne Punkte. An diesen Tagen wurden „Schnappschüsse“ des Inhaltes aufgenommen. Klickst Du auf einen Punkt, wird Dir die Anzahl der Snapshots angezeigt. Ein Klick auf einen Snapshot öffnet den ursprünglichen Zustand aus der Vergangenheit.
  4. Da eine Webseite nicht selten ein Jahrzehnt oder sogar älter ist, findest Du zusätzlich im oberen Bereich eine Zeitleiste. Auch hier sind Statistiken in Form von einem Balkendiagramm eingezeichnet. Ein Klick auf den jeweiligen Bereich zeigt Dir weitere Veränderungen und Snapshots aus dem jeweiligen Jahr an.

Wie man bei do.de genau erkennt, hat sich im Jahre 2013 recht viel getan. Probiere es selbst einmal aus und schaue Dir die Snapshots an. Nicht nur die Inhalte verändern sich mit der Zeit. Des Weiteren erkennst Du über die Wayback Machine, wie zu einem bestimmten Zeitpunkt das Design einer Webseite aussah.

Alternativ kannst Du auch Suchbegriffe eingeben

Bei der Wayback Machine bist Du nicht nur dazu in der Lage, alte und gelöschte Inhalt nach URLs ausfindig zu machen. Du kannst alternativ auch einen Suchbegriff eingeben.

Anschließend erhältst Du eine Ergebnisliste, in der alle relevanten Domains aufgeführt sind, die in der Vergangenheit zu diesem Keyword gerankt haben und damit relevant waren. Von hier aus kannst Du direkt die Aufnahmen, Statistiken und weitere Informationen abrufen.

Alte Inhalte von 404-Fehlerseiten anzeigen

Stöberst Du im Netz oder gibst in einer Suchmaschine einen beliebigen Suchbegriff ein, kannst Du beim Klick auf einen Link oder ein Suchergebnis auf die Fehlerseite 404 gelangen. Das hat häufig die Ursache, dass der Inhalt entweder gelöscht oder jetzt unter einer anderen, neuen URL abrufbar ist. Häufig ist das bei einer Unterseite der Fall.

Auch hier sorgt die Wayback Machine für Abhilfe. Kopiere einfach die vollständige URL der Unterseite und füge Sie im Suchfeld ein. Anschließend erhältst Du Einblick in den ursprünglichen Inhalt der Unterseite und siehst, was dort enthalten war.

Wayback Machine als Browser Extension

Möchtest Du direkt im Internet-Browser über den alten Inhalt von einer 404-Fehlerseite Informationen erhalten, hilft auch die Wayback Machine Browser Extension.

Sie ist für folgende Browser erhältlich:

  • Google Chrome
  • Mozilla Firefox
  • Apple Safari

Öffnest Du mit installierter Extension jetzt eine 404-Seite, wird automatisch über die Wayback Machine nach einer passenden archivierten Seite gesucht und sie Dir angezeigt.

Auch verlorene Webseiten sind auf diesem Wege wiederherstellbar

Die Wayback Machine ist ebenfalls äußerst praktisch, wenn Du selbst Internetprojekte betreust und Webmaster bist. Denn hier kann es bekanntlich schnell zu einem Malheur kommen und Inhalte plötzlich verlorengehen.

Die angezeigten Inhalte dienen als grobe Orientierung und enthalten alle wichtigen Inhalte. Der Content in Textform ist dabei besonders wichtig. Ihn kannst Du anschließend aus der Wayback Machine herauskopieren und Deine Webseite mitsamt Unterseiten Stück für Stück rekonstruieren.

Wer hat Inhalte zuerst publiziert? Die Wayback Machine zeigt es Dir!

Duplicate Content ist im Internet weit verbreitet. Nach wie vor werden Inhalte wahllos kopiert und auf anderen Webseiten eingefügt. In einigen Fällen kann das zu Streitigkeiten und sogar einem Rechtsstreit führen.

Bei der Frage, wer den Inhalt nun eigentlich zuerst publiziert hat, ist die Wayback Machine ebenfalls ein hilfreiches Tool. Denn hiermit findest Du heraus, auf welcher Domain der streitige Inhalt nun wirklich zuerst veröffentlicht wurde. Gerichte akzeptieren die Snapshots zur Beweislage, sodass Du auf der sicheren Seite stehst.

Wie hoch ist die Trefferquote?

In einzelnen Fällen kann es dennoch passieren, dass Inhalte oder ganze Projekte und Unterseiten nicht aufgenommen werden. Das ist beispielsweise der Fall, wenn in der Vergangenheit Inhalte mithilfe von JavaScript dargestellt wurden. Dann sind die Crawler nicht dazu in der Lage, sie aufzunehmen und im Archiv zu speichern. Beim Großteil gibt es hingegen keine Probleme.

Wayback Machine ist auch für SEO nützlich

Betreibst Du Suchmaschinenoptimierung, kann die Wayback Machine ebenfalls ein nützliches Werkzeug sein. Denn hierüber hast Du die Möglichkeit, bestimmte Veränderungen aus der Vergangenheit nachzuvollziehen.

Das ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn Du im Ranking einen Einbruch erlitten hast. Was genau könnte die Ursache sein? Welche Änderungen habe ich in den letzten Wochen und Monaten vorgenommen? Um derartige Veränderungen besser nachzuvollziehen und daraus Schlussfolgerungen ziehen zu können, ist die Wayback Machine hervorragend geeignet.

Fazit zur Wayback Machine

Um gelöschte oder alte Inhalte einer Webseite ausfindig zu machen, eignet sich die Wayback Machine. Das riesige Archiv zeichnet sämtliche Inhalte auf, sodass Du ebenfalls dazu in der Lage bist, Veränderungen aus der Vergangenheit nachvollziehen zu können.

Bei einem Rechtsstreit, technischen Problemen und der Suchmaschinenoptimierung kannst Du genau einsehen, zu welchem Zeitpunkt eine Webseite welchen Ist-Stand hatte und welchen Inhalt sie besaß.

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