Internet-Verwaltung ICANN bringt WHOIS-Reform in die nächste Phase

Die neuen Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung DSGVO sind nicht immer leicht umzusetzen. Das Zeigen die seit fast 3 Jahren anhaltenden Bemühungen der Internet-Verwaltung ICANN, die ihr WHOIS-System entsprechend reformieren wollen.

Über einen längeren Zeitraum hinweg standen die Entwicklungen allerdings still und waren nicht weiter umsetzbar. Jetzt soll sich das allerdings ändern, da der Abschlussbericht der Arbeitsgruppe nun bis Ende April 2021 vorgestellt werden soll. Damit dürfte die nicht ganz einfache WHOIS-Reform bald abgeschlossen sein.

Die zweite Phase sorgte für Schwierigkeiten

Tatsächlich arbeitet die zuständige Arbeitsgruppe für die angestrebte Reform schon seit Juli 2018, also seit fast 3 Jahren, an der Umsetzung. Problematisch war vor allem die zweite Phase der Reform. In dieser Phase wurde geklärt, welche Personen auf welche Art Zugriff auf WHOIS-Daten bekommen. Genauer gesagt ging es hier um die nicht öffentlichen Daten und um die Zugriffsmöglichkeiten. Diese Daten sind seit Veröffentlichung der neuen DSGVO schon nicht mehr öffentlich einsehbar.

Die Schwierigkeit bestand nicht zuletzt darin, dass die Nutzer sich bei WHOIS auch bestätigen lassen müssen. Diese zusätzliche Bestätigung beinhaltet eine Art Portal, in dem die Anfragen abgearbeitet werden. Da hier eine aufwendigere Prüfung nötig ist, musste ICANN mit hohen zusätzlichen Kosten rechnen.

Die Höhe der Kosten wird auf etwa 9 Millionen US-Dollar für die Entwicklung des Systems sowie in gleicher Höhe für den jährlichen Unterhalt geschätzt. Daher war es kein Wunder, dass innerhalb der ICANN direkt verschiedene Gruppen gegen die Einführung eines solchen Systems protestiert hatten.

Letztendlich sollte die ICANN ausrechnen, ob sich die Einführung eines solchen automatisierten Systems lohnt. Außerdem war und ist noch immer unklar, wer die Kosten für die anfallenden Abfragen der Daten am Ende tragen wird. Ein automatisches System nach DSGVO ist aber mehr als erforderlich, sodass die zweite Phase der Reform nicht ohne Grund so schwierig ausgefallen ist.

Trägt die Europäische Kommission die Reform mit?

Der aktuelle Stand ist nun, dass die angestrebte Reform auch von der Öffentlichkeit bis zum 30. März 2021 kommentiert werden darf. Es ist allerdings noch nicht ganz klar, ob die Europäische Kommission diese Reform mitträgt oder sich dagegen stellen wird.

Derzeit ist die genaue Entwicklung der Reform nicht öffentlich bekannt, doch da am 21. April dem Vorstand der ICANN ein Abschlussbericht vorgelegt werden soll, gibt es offenbar Fortschritte. Aufgrund der fehlenden Informationen wundert es dann auch nicht, dass von der Europäischen Kommission noch nicht klar ist, wie sie auf die genaue Reform reagieren wird.

Selbst bei einer kommenden Entwicklung des neuen, nach Bestimmungen mit dem DSGVO konformen Systems, müsste mit einer Entwicklungszeit von etwa einem Jahr gerechnet werden. Es bleibt also weiterhin spannend, da noch nicht klar ist, ob und in welcher Art das reformierte WHOIS-System umgesetzt wird.

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