Gründe für Webhosting aus Deutschland

Webseiten-Betreiber fragen sich immer öfter, ob die eigene Internetpräsenz auf einem deutschen Server platziert werden sollte. Es gibt mehrere Gründe, warum ein deutscher Hosting-Anbieter und nicht die Dienste eines amerikanischen Unternehmens beansprucht werden sollten.

Strenge Datenschutzrichtlinien im deutschen Raum

Strenge Datenschutzrichtlinien im deutschen Raum

Zu den wichtigsten Argumenten für deutsche Hosting-Anbieter ist die Tatsache, dass in Deutschland eine der weltweit strengsten Datenschutzregelungen gilt.

Wer also Hosting gemäß dem Bundesdatenschutzgesetz verwendet, kann davon ausgehen, dass seine Daten samt gespeicherten Kundendaten datenschutzgerecht aufbewahrt sind. Dies ist wichtig, denn das Internet ist ein Raum, wo Kriminelle und Geheimdienste stets auf der Jagd nach wertvollen Daten sind.

Die Existenz dieser Gefahr wurde 2013 spektakulär bestätigt. Edward Snowden hatte damals die massenhafte Datensammlung und -Ausspähung durch amerikanische Geheimdienste enthüllt. Zwei Jahre später ist das Safe-Harbor-Abkommen für die freie Datenübertragung- und Speicherung zwischen den USA und der EU vom Europäischen Gerichtshof gekippt worden. Die USA galten seitdem als Land ohne angemessenen Datenschutz und somit als unsicheres Drittland. Folglich konnten Daten von EU-Bürgern nicht mehr ohne weiteres in die Vereinigten Staaten übertragen und dort gespeichert werden.

Seit 2016 gibt es ein Folgeabkommen, den EU-US Privacy Shield, doch dieses wird von Datenschutzexperten kritisiert. Vielleicht wird auch dieses Abkommen gekippt? Wenn ja, dann kommt auf Unternehmen neuer Aufwand zu.

Wer also sicher sein will, dass Daten gemäß deutschem Recht behandelt werden, sollte lieber auf Hosting aus Deutschland zurückgreifen.

Hosting nach deutschem Recht

Doch was bedeutet Hosting aus Deutschland? Um sicher zu sein, dass deutsches Recht für die Daten von Hosting-Kunden angewandt wird, ist darauf zu achten, dass sowohl das Rechenzentrum als auch der Firmensitz in Deutschland liegen.

Hat ein deutscher Hosting-Provider ein Rechenzentrum und Niederlassung im Ausland, ist der Standort der Niederlassung für das gültige Recht ausschlaggebend.

Zum Beispiel: Hat der Hoster Server in Deutschland und seinen Sitz in den USA, können amerikanische Geheimdienste die Herausgabe von Daten auch aus deutschen Servern verlangen. Daher ist darauf zu achten, dass der Sitz und das Rechenzentrum in Deutschland liegen.

Bei der Auswahl eines deutschen Hosters ist auch die Datenschutz-Zertifizierung ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor. Durch verschiedene Zertifizierungen wird das Niveau von Datenschutz-Maßnahmen bewertet. Zu den häufigsten Standards gehören ISO 27001, IT-Grundschutz und PCI DSS.

Datensicherheit: gewappnet gegen Cyberangriffe

Datensicherheit: gewappnet gegen Cyberangriffe

Das Deutschland mit seinen strengen Datenschutzregelungen ein optimaler Hosting-Standort ist, steht fest. Doch neben einer rechtlichen Konformität sind auch Maßnahmen der Datensicherheit zu berücksichtigen, die über juristische Grundlagen hinausgehen.

Jeder Server ist Tag für Tag zahlreichen Gefahren und Angriffen ausgesetzt. Soll eine Webseite zuverlässig funktionieren und immer verfügbar sein, sind spezielle Vorrichtungen aufseiten des Servers notwendig.

Für grundlegende Sicherheit sorgt bereits die Hardware wie Intel-Prozessoren mit integrierten Sicherheitsfeatures. Diese enthalten Technologien gegen Malware, Datenfehler- und Verfälschungen. Durch hardwarebasierte Scans werden wichtige Systembereiche wie Firmware oder BIOS permanent untersucht und Angriffe abgewehrt.

Neben einem Sicherheitslayer der aus Hardware besteht, gehört auch Software wie eine Firewall und Spamfilter zur Pflichtausstattung eines seriösen Hosters. Außerdem muss der Provider den Server auch updaten, sobald Aktualisierungen verfügbar sind. So werden potenzielle Sicherheitslücken schnell geschlossen.

Ein weiteres Muss ist die Unterstützung von SSL-Zertifikaten. Durch SSL wird die Verbindung zwischen Webseite und Webseiten-Besucher verschlüsselt, sodass Angreifer den Datenaustausch nicht mitlesen können. Ein SSL-Zertifikat erhöht nicht nur die Sicherheit. Auch das Vertrauen der Besucher wird geweckt.

Hosting aus Deutschland für optimalen Datenschutz und Sicherheit

Deutsche Hosting-Anbieter kennen die Sicherheits- und Datenschutzanforderungen europäischer Kunden. Wer rechtskonform und sicher im Web agieren will, der sollte auf die Dienste einer deutschen Hosting-Firma zurückgreifen.

Der einzige Nachteil sind gegebenenfalls höhere Gebühren als bei der amerikanischen Konkurrenz. Doch angesichts der Folgen die eine Vernachlässigung der Sicherheit und Datenschutzkonformität mit sich bringt, sind die Mehrkosten eine lohnende Investition.

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2 Antworten

  1. Es ist sicher eine gute Idee möglichst viele seiner digitalen Anwendungen in Deutschland zu hosten. Einige Cloud-Dienste bieten zumindest die Möglichkeit an, Regionen als Server-Standort auszuwählen – mit Deutschland ist man aber was den Datenschutz angeht, immer am besten beraten.

    Erst recht jetzt mit dem Ende des Privacy-Shield-Abkommens sollte man sich wirklich zwei Mal überlegen, ob man seine Daten unnötig im Ausland speichern will.

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